1 800 Schüler beim Dalai Lama

Frankfurt – Der Dalai Lama kam in die Jahrhunderthalle – und 1 800 Schüler aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Unterfranken lauschten andächtig seinen klugen Worten.

Von unserem Gymnasium waren die diesjährige Abiturientin Lea Tröster und der Schüler Jonathan Schmidt (Q3) zusammen mit der Lehrerin Frau Dr. Bergmann dabei.

Sie durften ihn mit Fragen löchern. Schüler Erik Bernhard aus Frankfurt wollte wissen: „Wie kriegen wir eine bessere Welt?“ Der Dalai Lama schmunzelt: „Bildung ist der Schlüssel. Wir müssen sehen, dass innere Werte gestärkt werden, unabhängig von Religionen. Jeder muss Verantwortung übernehmen.“

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter weiter: „Die Zukunft der Welt liegt in unserer Hand.“ 

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter sagte zu seinen Gästen, dass er die Europäische Union als Vorbild für andere Regionen in der Welt sieht. Seine Wunschvorstellung ist, dass es ähnliche Gemeinschaften auch in Afrika, Lateinamerika und Asien gebe.

Der Dalai Lama rief zugleich zu mehr Menschlichkeit in aller Welt auf. Die über sieben Milliarden Menschen auf der Erde müssten sich als Brüder und Schwestern begreifen. Zu oft würden die Unterschiede betont und zu selten, dass alle Menschen gleich bedeutend seien. Mit Blick auf die Zahl der Flüchtlinge in Deutschland und Europa sagte das religiöse Oberhaupt der Tibeter, Schutz vor Gewalt und Krieg seien wichtig.

Wenn die politischen Verhältnisse in ihrer Heimat sich verbesserten, müssten Flüchtlinge den Wiederaufbau ihres Heimatlandes unterstützen. Die europäischen Länder müssten dies ebenfalls zu tun.

Der Dalai Lama ist seit Dienstagabend in Frankfurt. Grund seiner Reise ist die Eröffnung des Tibethauses, dessen Schirmherr er ist. Die Einweihung des Hauses am Dienstag hatte er jedoch verpasst, weil sein Flugzeug aus Irland sich verspätet hatte.