Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums erfolgreich beim Bundeswettbewerb Informatik

Flörsheim, 17.10.2018| Thomas Jasny, frisch gebackener Abiturient des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums war als Finalist bei der Endrunde des 36. Bundeswettbewerbs Informatik dabei, die vom 25. bis 28. September in Paderborn ausgetragen wurde. Ausrichter der Endrunde waren das Institut für Informatik und das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn.

In drei Runden zum Ziel

Der 36. BwInf
Der Bundeswettbewerb Informatik, an dem seit 1980 jährlich über 1.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen, besteht aus drei Runden und erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr. Beim 36. BwInf waren 1.464 Teilnehmende dabei, so viele wie seit 1993 nicht. Der Mädchenanteil erreichte mit 13,2 % den höchsten Wert der BwInf-Geschichte.

In den ersten beiden Runden hatten die Teilnehmenden teils umfangreiche Programme entwickelt, unter anderem zur Berechnung der wunschgemäßen Zimmerverteilung bei einer Klassenfahrt. Bereits eine Teilnahme an der ersten Runde eröffnete die Chance zur Teilnahme an den attraktiven Workshops, die von Hochschulen und namhaften Unternehmen angeboten wurden. Hier sammelten die Nachwuchstalente wertvolle Praxiserfahrung und knüpften Kontakte.

Das Finale
Die besten 25 Teilnehmer des 36. BwInf wurden zum Finale nach Paderborn eingeladen. „An zwei Tagen des Finales musste Thomas im Team anspruchsvolle Aufgaben bearbeiten und die Lösungen allen Teilnehmern einer Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft präsentieren. In Einzelgesprächen wurden Wissen, insbesondere aber auch die Problemlösungskompetenz der Schülerinnen und Schüler, geprüft. Hier hat Thomas starke Leistungen gezeigt.“, sagt Steffen Burk, Informatiklehrer am Graf-Stauffenberg-Gymnasium. Bemerkenswert sei außerdem, dass Thomas sich während des Abiturs am Bundeswettbewerb Informatik beteiligt hat, so Burk weiter.

Im Mittelpunkt stand die Auseinandersetzung mit zwei komplexen Informatik-Anforderungen. Bei der ersten Aufgabe sollten logische Formeln eingesetzt werden, um u.a. WLAN-Router störungsfrei zu konfigurieren und die Arche Noah konfliktfrei zu belegen. Die zweite Aufgabe beschäftigte sich mit Problemlösungen rund um die Entwicklung von Smartphone-Apps für Blinde.


„Wir freuen uns, dass mit Thomas ein Schüler des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums in diesem anspruchsvollen Wettbewerb das Finale erreichen konnte. Darauf kann er schon stolz sein“, so Burk. Auch der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Till Tantau von der Universität Lübeck, unterstreicht die Leistung der Finalisten: „Informatiktalente, wie wir sie in diesen Tagen erlebt haben, werden dringend gebraucht und haben hervorragende Karriereaussichten.“ Für Thomas beginnt jetzt direkt das Medizinstudium an der Goethe-Universität Frankfurt. Auch hierfür wünschen wir ihm viel Erfolg!

Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF) und richtet sich an Jugendliche bis 21 Jahre, die sich noch nicht in einem Studium bzw. einer Berufstätigkeit befinden. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik zu wecken sowie Informatik-Talente zu entdecken und zu fördern. Mit dieser Zielsetzung richtet BWINF neben dem Bundeswettbewerb zwei weitere Schülerwettbewerbe aus: den Informatik-Biber und den Jugendwettbewerb Informatik (JwInf). Das Graf-Stauffenberg-Gymnasium nimmt jedes Jahr an allen drei Wettbewerben teil. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Träger sind die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), der Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und das Max-Planck-Institut für Informatik. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Quelle: Phomax