Unsere Schule trägt den Namen des wohl bekanntesten Mannes des deutschen Widerstandes gegen die NS-Diktatur. Graf Stauffenberg versuchte am 20. Juli 1944 im damaligen Führerhauptquartier, der "Wolfsschanze", Hitler durch ein Bombenattentat zu töten. Er bezahlte dies mit seinem Leben. Damit zeigte er ein hohes Maß an Verantwortung wie auch Zivilcourage und ist uns damit ein Vorbild.
Graf Stauffenberg entstammte einem bayrischen Adelsgeschlecht und wurde am 15. November 1907 auf Schloss Jettingen geboren. Seine Eltern erzogen ihn in konservativ-katholischem Geist.Er war jedoch auch offen gegenüber sozialen Veränderungen. Obwohl er ursprünglich Architekt werden wollte, wählte er nach dem Abitur die Offizierslaufbahn. Im September 1933 heiratete Graf Stauffenberg die Freiin Nina von Lerchenfeld. Das Ehepaar hatte fünf Kinder.
Während des Zweiten Weltkrieges nahm Graf Stauffenberg zunächst an den Kriegen gegen Polen und Frankreich teil und war ab Januar 1943 als Obrstleutnant in Tunesien eingesetzt, um den Rückzug General Rommels zu decken. Dort wurde er am 7. April 1943 bei einem Tieffliegerangriff schwer verwundet; er verlor sein linkes Auge, seine rechte Hand sowie zwei Finger der linken Hand.
Obwohl Graf Stauffenberg zunächst die Erfolge der Hitlerschen Außenpolitik begrüßt hatte, wandelte er sich angesichts der Pogrome des Jahres 1938 und der unmenschlichen Vorgehensweise der SS-Einsatzgruppen im besetzten Osteuropa während des Zweiten Weltkrieges zu einem etschiedenen Gegner der nationalsozialistischen Diktatur.
Am 20. Juli 1944 versuchte er in der "Wolfsschanze" Hitler durch eine Bombe mit Zeitzünder zu töten. In dem Glauben, das Attentat sei erfolgreich verlaufen, flog er nach Berlin. Hitler überlebte jedoch leicht verletzt. Claus Graf Schenk von Stauffenberg wurde mit einigen Mitstreitern noch in der folgenden Nacht im Hof des Berliner Bendlerblocks standesrechtlich erschossen. Er wurde 36 Jahre alt.
(Dr. Hermann Fromm)